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Leider jeder! Übersetzer und Dolmetscher sind keine gesetzlich geschützten Berufsbezeichnungen. Viele arbeiten als Übersetzer, weil sie eine Fremdsprache - mehr oder weniger gut - beherrschen und annehmen, dass sie allein deswegen zur Ausübung dieses Berufs qualifiziert seien. Hinter der Berufsbezeichnung Übersetzer finden Sie Leute mit keinerlei linguistischer Ausbildung bis zu Leuten mit Universitätsdiplom, in seltenen Fällen sogar Doktortitel, in Übersetzen & Dolmetschen. Achten Sie daher unbedingt darauf, dass der von Ihnen ausgewählte Übersetzer, dem Sie Ihre Übersetzung anvertrauen, eine fundierte Ausbildung in Übersetzen und Dolmetschen hat. Wenn eine solche Ausbildung nicht auf der Website oder im Lebenslauf erwähnt wird, können Sie davon ausgehen, dass keine vorhanden ist.
Siehe auch Warum reichen reine Fremdsprachenkenntnisse oder Zweisprachigkeit zum Übersetzen nicht aus?
Professionelle Übersetzungen sind von Übersetzern angefertigt, die
Jetzt fragen Sie sich wahrscheinlich, ob das nicht für jeden gelten sollte, der als Übersetzer arbeitet. Selbstverständlich! Aber die Realität sieht leider anders aus ...
Weitere Einzelheiten darüber, wie Sie professionelle Übersetzer von der großen Masse der Übersetzer auf dem Markt unterscheiden können, finden Sie unter Fachausbildung.
Vorsicht! Seien Sie sich klar darüber, dass Fachleute anderer Berufssparten (z. B. Ingenieure, Mediziner, Wissenschaftler, Softwareentwickler etc.) mit Fremdsprachenkenntnissen ohne spezifische Übersetzerausbildung in den meisten Fällen keine guten Übersetzer sind!
Weitere Informationen dazu finden Sie unter Warum reichen reine Fremdsprachenkenntnisse oder Zweisprachigkeit zum Übersetzen nicht aus? und unter Fachausbildung.
Höchstwahrscheinlich nicht! Und es kommt sie möglicherweise teurer zu stehen. Wahrscheinlich erhalten Sie eine qualitativ schlechte Übersetzung, die später von einem professionellen Übersetzer korrigiert oder schlimmstenfalls sogar neu angefertigt werden muss. Das heißt, sie müssen für die ursprüngliche UND für die korrigierte bzw. neue Übersetzung zahlen. Außerdem ist eine korrigierte Übersetzung nie so gut wie eine gute Originalübersetzung. Sie könnten also für weniger Qualität doppelt zur Kasse gebeten werden. In Übersetzungsfallstricke finden Sie ein Beispiel für eine gute und schlechte Übersetzung mit Erläuterung der Übersetzungsfehler, die denjenigen leicht unterlaufen, die sich mit den Feinheiten einer Sprache nicht auskennen bzw. die Botschaft des Ausgangstextes nicht in der Zielsprache richtig formulieren können.
Begehen Sie nicht den Fehler, Ihre Übersetzungen jemandem nur deshalb anzuvertrauen, weil er oder sie zweisprachig ist und Wörter im Wörterbuch nachschlagen kann (z. B. Ihrer Sekretärin oder dem US-Ingenieur, der gerade neu bei Ihnen angefangen hat). Auf den ersten Blick wird Ihre Übersetzung zwar dann billiger, ABER... höchstwahrscheinlich kostet es Sie im Endeffekt mehr Geld und Zeit, diese Übersetzung „wieder geradebiegen“ zu lassen, als Sie ursprünglich für eine gute Übersetzung von einem professionellen Übersetzer investiert hätten. ODER Sie bemerken es gar nicht oder zu spät und die Übersetzung hat bei Ihrem Kunden anstatt eines positiven schon einen äußerst negativen Eindruck hinterlassen. Dabei sollte sie genau das Gegenteil erreichen.
Oder lassen Sie etwa jemanden Ihre englischen Marketingbroschüren oder Handbücher schreiben, nur weil er sich in Englisch unterhalten kann?
Hüten Sie sich auch davor, Ihre Übersetzungen technischen Fachleuten mit Fremdsprachenkenntnissen anzuvertrauen (selbst wenn diese Fachleute zweisprachig aufgewachsen sind), ohne vorher deren übersetzerische Fähigkeiten eingehend geprüft zu haben. Ingenieure, Wissenschaftler, IT-Spezialisten und Ärzte mit Fremdsprachenkenntnissen kennen sich zwar mit der technischen Materie sehr gut aus und verstehen mit den entsprechenden Fremdsprachenkenntnissen auch fremdsprachige Fachtexte. Verstehen alleine reicht aber zum Übersetzen bei weitem nicht aus.
Das erlebt meine Kollegin Maria Cornelio als Leiterin des Hispanic Research and Recruitment Center im Columbia Presbyterian Medical Center in New York bei ihrer Arbeit zur Genüge. Sie hat für den ATA Chronicle, die Mitgliederzeitschrift der American Translators Association, einen ausführlichen und äußerst aufschlussreichen Artikel über ihre diesbezüglichen Erfahrungen geschrieben.
Hier finden Sie den vollständigen Artikel "Beware of the Bilingual Expert" (in Englisch).
Qualität hat meistens ihren Preis. Das trifft auch auf Übersetzungen zu. Es bedeutet aber nicht, dass Sie keinen ausgezeichneten Übersetzer mit günstigen Tarifen finden können. Vergessen Sie nicht, dass hochqualifizierte Übersetzer viel in Ihre Aus- und Weiterbildung sowie Ihre Ausstattung investiert haben, um Ihnen als Kunde ein hochwertiges Produkt bieten zu können.
Wir können nur vermuten, dass Übersetzer, die für sehr niedrige Tarife arbeiten, entweder zu höheren Tarifen keine Aufträge bekommen, da sie keine ausreichende Qualifikation haben oder schlechte Qualität liefern, oder Berufsanfänger sind, denen das erforderliche Fachwissen und/oder Selbstbewusstsein fehlt.
Sie können eine professionelle Übersetzung kostengünstiger bekommen, wenn Sie sie nicht an Übersetzungsagenturen, sondern an individuelle Übersetzer vergeben, die alleine oder in einem kleinen Kollegenteam arbeiten. Agenturen berechnen Ihnen meistens 30-50 % mehr für ihre Vermittlerrolle und zur Deckung ihrer höheren Verwaltungskosten.
Sie als Kunde können außerdem zur Qualität der Übersetzung beitragen, indem Sie den Übersetzer mit möglichst viel Hintergrundinformationen versorgen, zum Beispiel:
Weitere Informationen finden Sie unter Einkaufshilfe für Übersetzungsdienstleistungen.
Ja. Wir unterschreiben auf Wunsch gerne ein Dokument mit einer Geheimhaltungsklausel oder eine Geheimhaltungsvereinbarung. Wir leiten den Inhalt Ihrer Dokumente an niemand anderen weiter.
Wir akzeptieren US-Dollar und Euro. Unsere Kunden in Europa können den Rechnungsbetrag in Euro auf unser deutsches Konto bei der Postbank überweisen. Amerikanische Kunden zahlen normalerweise per Scheck.
Zahlung per Kreditkarte ist mit einem Aufpreis für die uns entstehenden Gebühren ebenfalls möglich.
Nein. Wir verwenden Terminologiedatenbanken und computerunterstützte Software (CAT), die uns das Übersetzen erleichtert, aber keine maschinelle Übersetzungssoftware (MT). Das Ergebnis maschineller Übersetzungen ist oft amüsant, manchmal aber auch peinlich oder folgenschwer. Maschinelle Übersetzungsprogramme liefern nach dem heutigen Stand der Technik nur sehr unzureichende Ergebnisse. Beispiele dazu finden Sie in Übersetzungsfallstricke.
CAT-Tools bestehen aus Terminologiemanagement-Programmen und Translation Memory, einer Datenbank mit früheren Übersetzungen, in der man vorher verwendete Begriffe und Textstellen leicht wiederfinden und so dem Kunden Konsistenz in Terminologie und Stil gewährleisten kann.
MT-Tools sind Softwareanwendungen, die darauf programmiert sind, den Ausgangstext zu analysieren, ihn in Bestandteile zu zerlegen, die dann einzeln übersetzt und in der Zielsprache wieder zusammengefügt werden. Da Sprache nicht statisch und logisch ist wie beispielsweise Mathematik, sondern dynamisch und oft mehrdeutig, folgt sie häufig nicht den in einem Rechner programmierten Regeln und Befehlen. Beispiele dazu finden Sie in Übersetzungsfallstricke.
Außerdem ist eine Übersetzung sehr vom Kontext abhängig, zu dessen Interpretation ein Computer jedoch nicht fähig ist. Er kann zwar entsprechend den programmierten Regeln und Definitionen richtige Begriffe in der Fremdsprache auswählen, die oft aber im Kontext keinerlei Sinn ergeben.
Maschinelle Übersetzungsprogramme können bisher nur für die Übersetzung von sehr einfachen und grammatisch einwandfreien, vom Sinn her völlig eindeutigen Sätzen eingesetzt werden. Oder von Großunternehmen mit hohem Übersetzungsbedarf, die ein Team von technischen Autoren und Übersetzern für die Vor- und Nachbearbeitung von Ziel- und Ausgangstexten speziell für ein solches MT-Tool schulen.